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04.09.2006 

Interview

Diskussionsthema: Fachanwaltskurs Gewerblicher Rechtsschutz
Interview mit Rechtsanwältin Isabel Voß

Immer mehr neue Fachanwälte drängen auf den Anwaltsmarkt. Vor kurzem hat die Rechtsanwaltskammer einen neuen Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz auf den Weg gebracht (wir berichteten). Markenrecht ist ein Schwerpunkt auf diesem Gebiet. Jetzt sind die ersten Anwaltskurse abgeschlossen. Markenbusiness wollte wissen, was von diesen Kursen zu halten ist und befragte Isabel Voß, Rechtsanwältin aus Berlin und Teilnehmerin am Fachanwaltskurs für Gewerblichen Rechtsschutz:

Mbss: Frau Voß, sie haben einen Fachanwaltskurs für Gewerblichen Rechtsschutz absolviert. Wie sind die Eckdaten?

Antwort: Es war der Fachlehrgang gewerblicher Rechtsschutz der Deutsche Anwaltsakademie in Berlin, er begann im Februar 2006.

Mbss: Ein Fachanwaltskurs ist teuer und kostet Zeit. Weshalb haben Sie einen solchen Kurs absolviert?

Antwort: Für die Mandanten hört es sich gut an, wenn man eine Spezialqualifikation vorzuweisen hat. Allerdings gibt es auch den Nachteil, dass dadurch bei den Mandanten der Eindruck entstehen kann, dass der Fachanwalt nur dieses eine Gebiet bearbeitet.

Mbss: Wie bewerten Sie diesen Kurs?

Antwort: Bei dem Kurs wurde scheinbar vergessen, dass der Fachanwaltstitel eine Qualifikation für den Praktiker ist. Man muss auch Klausuren schreiben. Warum dann an Examensklausuren angelehnte theoretische Klausuren verlangt wurden, die zudem auch noch ohne jegliche Kommentare zu schreiben waren und bei denen nicht mal für das Nachschlagen der Gesetzesvorschriften genügend Zeit blieb, hat sich mir nicht erschlossen. Diese Klausuren sind der große Nachteil des Fachlehrganges. Das Konzept muss an einigen Stellen noch einmal überarbeitet werden. Etwas enttäuschend sind auch die den Kurs begleitende Skripte ausgefallen. Für die Arbeit in der Praxis sind diese nicht besonders geeignet und dienen damit im Ergebnis überwiegend nur zum Lernen während des Kurses und danach als Staubfänger. Hier hätte ich mir ein mehr kommentierendes Nachschlagewerk gewünscht, das man auch nach Abschluss des Kurses noch benutzen kann. Schließlich haben wir eine nicht unerhebliche Summe für den Kurs investiert und hätten damit schon eine angemessene Gegenleistung erwarten können, die von dauerhafterem Bestand ist, neben der Hoffnung auf den Titel.

Mbss: ... und am Ende steht eine Prüfung, bei der man auch duchfallen kann?

Antwort: Eine Durchfallquote ist mir nicht bekannt. In einem parallel stattfindenden Kurs sollen jedoch einige Teilnehmer durchgefallen sein. Dabei soll es sich überwiegend um neuzugelassene Kollegen gehandelt haben, mit noch gar keiner bis sehr wenig Praxiserfahrung. Daher empfiehlt es sich wohl eher, erst etwas Erfahrung in der Praxis zu sammeln, bevor man einen derartigen Kurs besucht. Die Klausuren waren oft nicht ganz angemessen.

Mbss: Worum geht es bei diesen Kursen inhaltlich?

Antwort: Die Rechtsgebiete, mit denen sich der überwiegende Teil der Teilnehmer in der Praxis beschäftigt, beispielsweise Wettbewerbsrecht und Markenrecht, wurden vergleichsweise oberflächlich behandelt. Im Markenrecht war Schwerpunkt das Anmeldeverfahren und weniger das gerichtliche Verfahren, welches für Anwälte eigentlich interessanter und wichtiger ist, weil man sich die formalen Voraussetzungen des Anmeldeverfahrens auch selbständig aneignen kann. Demgegenüber stand dann die äußerst tiefgehende Darstellung beispielsweise des Patentrechts und z.B. des Heilmittel-und Lebensmittelwerberechts, mit denen nur ein verschwindend geringer Teil der Teilnehmer in der Praxis überhaupt jemals etwas zu tun hat. Insgesamt fehlte ein bisschen der rote Faden durch den Kursverlauf. Es scheint dabei noch kein übergreifendes Gesamtkonzept zu geben.

Mbss: Was hat Ihnen der Kurs für Ihre Anwaltstätigkeit gebracht?

Antwort: Aufgrund der Annahme von anderen Kollegen, dass man nun ein Spezialist auf diesem Gebiet ist, hat der Kurs bereits Mandate gebracht. Zudem lohnt sich Wissenserwerb immer.

Mbss: Ihr Fazit?

Antwort: Im Ergebnis bin ich allerdings doch sehr froh, diese Erfahrung mitgemacht zu haben. Das Konzept an sich finde ich nicht schlecht. Der organisatorische und didaktische Ablauf könnte noch optimiert werden. Natürlich ist zusammenfassend gesehen der Nutzen für die Veranstalter ungleich größer als für die Absolventen...

Frau Voß, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Die Fragen stellte Markenbusiness-Korrespondent Tobias Sommer.

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