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News

15.03.2006 

MarkenNews

Rechtsstreit wegen Bad-Taste Kampagne
Wal-Mart erzürnt sich über Nazi-Vergleich

International agierende Großkonzerne bringen der Welt nichts als Übel, da ist sich Charles Smith ganz sicher. Kriege, Pleiten, Massenentlassungen,  hinter allem stecken die Global Player. Die amerikanische Lebensmittelkette Wal-Mart hält der Computermechaniker aus Georgia für besonders böse. Deshalb verkauft er seit letztem Jahr T-Shirts und Tassen mit der Aufschrift „Walocaust- Die Welt ist unser Arbeitslager“. Wal-Mart sah Marke und Ruf beschädigt und schickte Smith eine Abmahnung. Der pocht jedoch auf seine Meinungsfreiheit und klagt in Atlanta nun selbst vor Gericht. Unterstützung bekommt er dabei von der Bürgerrechtsorganisation Public Citizen.

Während Smith seine Kampagne als Parodie - und damit durch Markenrecht nicht zu unterbinden - verstanden wissen will, heißt es bei Wal-Mart, man respektiere die Meinung anderer, müsse aber die eigene Marke schützen: „Smith  missbraucht nicht nur die Marke, sondern bringt das Unternehmen auch noch mit einer der größten Tragödien des letzten Jahrhunderst in Verbindung“, sagte eine Sprecherin der Associated Press. Wie genau Smith zu der Bezeichnung „Walocaust“ gekommen ist, sagt wohl mehr über ihn, als über seine Kampagne aus, die sich größtenteils in Pauschalvorwürfen ergeht. So berichtet er auf seiner Homepage walocaust.com: „Nachdem ich Artikel darüber gelesen hatte, wie Menschen andere Menschen während des Holocaust massenweise vernichtet haben, sah ich einen Fernsehbeitrag über Wal-Marts Geschäftspraktiken. Es wurde darüber berichtet, wie viele Jobs in Amerika durch den Import chinesischer Produkte verloren gehen“. Da zuckte bei Smith der Geistesblitz: „Ich dachte, „Walocaust“ sei eine geeignete Bezeichnung, um die Zerstörung von Menschen durch Unternehmen zu beschreiben“.

Zum Glück geht es vor Gericht weniger um Inhalte, als ums Prinzip. So befürchtet Public Citizen, dass ein Urteilsspruch zugunsten Wal-Marts die Möglichkeit von Künstlern einschränken könnte, Konzerne durch die kreative Nutzung ihrer Marken- und Produktnamen zu kritisieren.

Sollte das Gericht Smiths Argumentation folgen, will der seine Kampagne fortführen und mit seinen Einnahmen denjenigen helfen, die als Angestellte unter Wal-Marts Geschäftspraxis gelitten haben. Für Öffentlichkeit hat Wal-Mart bereits gesorgt. Der Fall geriet erst in die Schlagzeilen, nachdem der Konzern den Computermechaniker abgemahnt hatte.

juk

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